Den Kaufpreisfaktor richtig einordnen
Kapitalanlage · Redaktion: Larsen Immobilien · Stand: 06.09.2026
Der Kaufpreisfaktor setzt den Kaufpreis ins Verhältnis zur Jahreskaltmiete. Er ist eine einfache Vergleichskennzahl, bildet aber weder laufende Kosten noch Finanzierung oder Steuern vollständig ab. Deshalb ist er keine tatsächliche Amortisationsdauer.
Darauf kommt es an
Prüfen Sie zunächst, welche Miete verwendet wird. Aktuelle Vertragsmiete, erwartete Neuvermietung und optimistische Potenzialmiete sind unterschiedliche Ausgangsgrößen. Ein niedriger Faktor kann durch einen günstigen Preis entstehen, aber auch mit besonderen Risiken verbunden sein.
Praktisch vorgehen
Vergleichen Sie Lage, Zustand, Vertragsverhältnisse und absehbare Investitionen zusätzlich. Eine pauschale Grenze für einen „guten“ Faktor ersetzt diese Prüfung nicht. Nutzen Sie die Zahl als Einstieg in den Vergleich, nicht als alleinige Kaufentscheidung.
Beispiel und nächster Schritt
Praktisches Beispiel: Bei 240.000 Euro Kaufpreis und 12.000 Euro Jahreskaltmiete ergibt sich rechnerisch ein Faktor von 20. Daraus folgt nicht, dass nach 20 Jahren sämtliche Kosten zurückverdient sind. Erwerbsnebenkosten, Ausfälle, Instandhaltung und Finanzierung müssen separat berücksichtigt werden.
Allgemeine Orientierung. Objektbezogene rechtliche, steuerliche und technische Fragen bitte fachlich prüfen.